Faszination Glühwürmchen
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Wenn in lauen Sommernächten kleine Lichtpunkte durch die Dunkelheit tanzen, ist das kein Zufall und erst recht keine Magie. Es ist Biolumineszenz: die Fähigkeit von Lebewesen, durch chemische Prozesse ihr eigenes Licht zu erzeugen, ganz ohne Strom und ganz ohne Wärme.
Das Enzym Luciferase reagiert im Hinterleib des Glühwürmchens mit dem Leuchtstoff Luciferin und Sauerstoff. Das Ergebnis ist Licht mit einem Wirkungsgrad von rund 95 Prozent, fast alle Energie wird dabei direkt in Licht umgewandelt. Zum Vergleich: Eine klassische Glühbirne erreicht gerade einmal fünf Prozent. Die Natur hat also eine Lichttechnologie perfektioniert, die unsere modernen Lösungen noch immer weit übertrifft.
Doch warum leuchten Glühwürmchen überhaupt? In Deutschland sind drei Arten heimisch: der Kleine, der Große und der Kurzflügel-Leuchtkäfer. Alle drei nutzen ihre Lichtsignale, um sich bei Einbruch der Dunkelheit zur Paarung zusammenzufinden. Männchen und Weibchen senden dabei spezifische Blinkmuster, die nur von ihrer eigenen Art erkannt werden. Biolumineszenz ist damit weit mehr als ein dekorativer Effekt. Sie ist Kommunikationsmittel, Partnersuche, Jagdstrategie und Abwehrmechanismus zugleich.
Auf dieser abendlichen Tour erfahren Sie, welche Tiere und Pilze leuchten, wie der Mechanismus dahinter funktioniert und wo Glühwürmchen in unserer Region noch anzutreffen sind. Ein Erlebnis, das Naturwissenschaft und Naturerlebnis auf eindrucksvolle Weise verbindet.
Empfehlenswert für alle, die das Leuchten der Natur einmal mit eigenen Augen erleben möchten.
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