Aktivität
Industriekultur in Bexbach
Die ehemalige Bergbaustadt Bexbach ist vielfältig: städtisch im Zentrum, ländlich geprägt in der Bliesaue und viel Wald rund um den 518 m hohen Höcherberg. Abwechslungsreich sind die Wanderwege durch den Bexbacher Wald. Viele Sehenswürdigkeiten wie z. B. der Blumengarten mit dem Hindenburgturm und der unterirdischen Schaubergwerksanlage laden ein, die Geschichte der Region kennenzulernen.
Unterwegs auf dem historischen Grubenpfad „Consolidiertes Nordfeld“
Die ca. 5 km lange Wanderung führt durch den idyllischen Wald des Höcherbergs, vorbei an Relikten des Bergbaus wie den Schachtanlagen
„Wilhelmine“ und „Fortuna“, zum Stollenmundloch und zur monumentalen Rampe des einstigen Verladebahnhofs. Besonders reizvoll unterwegs ist das Teilstück des historischen Grubenpfades, das über die einstige Trasse der Schmalspurbahn verläuft. Über diesen imposanten Wall wurde einst die aus dem Mundloch zu Tage geförderte Kohle zum Grubenbahnhof transportiert. Die Geschichte der privat finanzierten Grube „Consolidiertes Nordfeld“ begann im Jahr 1889 mit der Abteufung des „Fortuna“-Schachtes. Zwischen 1897 und 1901 wurde dann als zweiter Schacht „Wilhelmine“ niedergebracht. Allerdings erwies sich das Grubenprojekt als reine Spekulationsblase: Da das begehrte
„Schwarze Gold“ nur in geringen Mengen vorhanden war, wurde der Betrieb der Zeche mit Jahresbeginn 1905 wieder eingestellt. Nach der bayerischen Staatsgrube Bexbach und dem in privater Regie betriebenen Bergwerk in Frankenholz war „Consolidiertes Nordfeld“ die dritte Kohlengrube am Höcherberg. Von Waldmohr aus wurde eine eigene Bahnlinie zum Bergwerk trassiert, die an einem monumentalen Verladebahnhof endete.
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