Führung, Kinder, Rischbachstollen St. Ingbert, Bergwerk

Rischbachstollen

Mit Berti, dem "Kübelmajor", ins Bergwerk einfahren! 

„Geleucht an! Wir fahren ein!“ so klingt es, wenn man den Rischbachstollen in St. Ingbert besichtigt. In voller Montur mit Helm, Geleucht und Steigerjacke mit goldenen Knöpfen startet die Entdeckertour durch die stillgelegte Bergwerksanlage in der sogenannten „Waschkaue“. Hier haben sich die Bergleute früher den schwarzen Staub ihrer schweren Arbeit abgespült, bevor sie nach Hause marschierten. Die Bergwerksführer im Rischbachstollen waren früher selbst Bergleute und können so einige Geschichten aus dem „Nähkästchen“ erzählen. Berti ist so ein Ex-Bergmann, der bereits mit 15 Jahren auf der Grube angefangen hat und 40 Jahre nach dem schwarzen Gold gegraben hat. Eine seiner Geschichten ist die vom „Kübelmajor“, ein begehrter Job Untertage, da er für die Entleerung der Toilettenkübel zuständig war und er so manches Päuschen Untertage einlegen konnte. Hautnah erfährt man wie laut manche Maschinen Untertage waren, wie beispielsweise die verschiedenen mit Pressluft betriebenen Bohrhämmer. Hier kann man auch selbst Hand anlegen und sich mal so richtig durchrütteln lassen. Unterwegs im „Hauptstreb“, der früher als Transportstollen für Kohlewagen diente, erfahren die Hobbybergleute Interessantes über den Alltag in den Gruben. Im Stollen wurde sogar eine kleine Nische mit der Schutzheiligen der Bergleute, der heiligen Barbara, in den Buntsandstein gemeißelt. Fast am Ende des Stollens steht wohl das Highlight des Rischbachstollens, eine gelbe Akkulok mit zwei Transportwägelchen. Nun heißt es aufsitzen und gemütlich rumpelnd und knirschend aus dem Stollen ausfahren. Ein „Hobby-Bergmann“ oder „Bergfrau“ darf sogar in der gelben Lok Platz nehmen und den Gashebel bedienen. Da fühlt man sich doch gleich wie Jim Knopf, der kleine Lokomotivführer auf Lummerland! 


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